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„Brauchen eine strengere Regulierung“: Bundesländer fordern teilweises Verkaufsverbot für Lachgas

„Brauchen eine strengere Regulierung“: Bundesländer fordern teilweises Verkaufsverbot für Lachgas

© imago/Belga/JASPER JACOBS

„Brauchen eine strengere Regulierung“: Bundesländer fordern teilweises Verkaufsverbot für Lachgas

Gerade unter Kindern und Jugendlichen liegt Lachgas als Partydroge im Trend. Verkauf und Konsum sind in Deutschland nicht verboten. Gesundheitsminister Lauterbach hatte bereits Maßnahmen angekündigt.

In der Debatte um potenziell gesundheitsschädlichen Konsum von Lachgas als Partydroge durch Kinder und Jugendliche fordern die Länder nun Einschränkungen beim Verkauf. Der Bundesrat fasste in seiner Sitzung am Freitag eine entsprechende Entschließung. „Wir brauchen eine strengere Regulierung von Lachgas in Deutschland“, heißt es darin.

Die Bundesregierung wird gebeten, die Aufnahme von Distickstoffmonoxid (Lachgas) in die Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes zu prüfen. Diese listet chemische Varianten psychoaktiver Stoffe auf, welche die Bundesregierung als Gefahr für die Bevölkerung eingestuft.

Die Länder begründen ihren Vorstoß mit der zunehmenden Verwendung von Lachgas als Partydroge. Dieser missbräuchliche Einsatz könne zu erheblichen Gesundheitsschädigungen führen, verbunden mit der Gefahr von Langzeitschäden und Abhängigkeiten.

Zum Schutz der Gesundheit – insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden – sei es daher geboten, schnellstmöglich den Verkauf von Lachgas soweit einzuschränken, dass Missbrauch verhindert wird. Die medizinische Nutzung zu Narkosezwecken und die technische Verwendung zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie werde davon nicht berührt.

Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, wann sie sich mit den Forderungen des Bundesrates befasst. Feste Fristen gibt es dafür nicht.

Lokaler Konsumanstieg in Frankfurt festgestellt

In Deutschland ist Verkauf und Konsum von Lachgas nicht verboten. Das Gas wird häufig etwa aus Kartuschen für Sprühsahne oder aus gefüllten Luftballons inhaliert, beides ist in Geschäften frei erhältlich.

Konkrete Zahlen zum Konsum gibt es für Deutschland bisher nicht. Einen lokalen Anstieg der Lachgas-Einnahme zeigt eine Studie der Goethe-Universität Frankfurt. Sie zeigte erstmals für 2021 eine Ausweitung des Lachgaskonsums bei Schülerinnen und Schülern in Frankfurt am Main.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte anlässlich der zunehmenden Verbreitung von Lachgas als Partydroge ebenfalls bereits Maßnahmen angekündigt. Auch er schlug die Aufnahme des Gases in die Liste der psychoaktiven Stoffe vor. (AFP/KNA)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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