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Insolvenzwelle steigt seit Monaten: Zahl der Firmenpleiten erreicht neuen Höchstand

Insolvenzwelle steigt seit Monaten: Zahl der Firmenpleiten erreicht neuen Höchstand

© dpa/Martin Gerten

Insolvenzwelle steigt seit Monaten: Zahl der Firmenpleiten erreicht neuen Höchstand

Seit Anfang des Jahres steigt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland kontinuierlich. Ein Ende ist dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zufolge nicht in Sicht.

Die Zahl der Firmenpleiten ist im April zum dritten Mal in Folge auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im vergangenen Monat lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei 1367 und übertraf den Vormonat März damit um fünf Prozent, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mitteilte.

Das ist der höchste Wert seit dem Beginn der Erhebung 2016. Ein Ende der Insolvenzwelle sei jedoch in Sicht.

Der Insolvenztrend umfasst Pleiten von Personen- und Kapitalgesellschaften. Er lag im vergangenen Monat 47 Prozent über dem Wert von April 2023 und 40 Prozent über dem April-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Auch in mehreren Branchen seien Höchststände erreicht worden, darunter im Bausektor, im Handel, dem Dienstleistungsbereich und kleineren Branchen wie Information und Kommunikation.

Laut IWH waren mit 34.000 Mitarbeitenden in den größten zehn Prozent der Unternehmen auch „außergewöhnlich“ viele Arbeitsplätze von den Pleiten betroffen. Seit Beginn der Erhebung lag die Zahl der betroffenen Jobs nur im Juli 2020 höher. Die Zahl im April war dreimal so hoch wie im Vormonat und doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor.

Ein gewichtiger Grund sei die Insolvenz des Warenhauses Galeria Karstadt Kaufhof am 1. April. Zudem habe es Pleiten „zahlreicher größerer Mittelständler“ gegeben, erklärten die Forschenden.

Der Leiter der Insolvenzforschung des Instituts, Steffen Müller, geht jedoch von sinkenden Zahlen im Mai, spätestens aber im Juni aus. „Während die derzeit noch außergewöhnlich hohe Zahl an Insolvenzen besorgniserregend wirkt, zeigen die Frühindikatoren klar in Richtung Entspannung“, erklärte er. Die dem Insolvenzgeschehen vorlaufenden Frühindikatoren seien im April auf den niedrigsten Wert seit sechs Monaten gesunken. (AFP)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

3 Kommentare
  1. Julia_1989 sagt

    Steigt die Zahl der Firmenpleiten auch in anderen Ländern oder ist Deutschland besonders betroffen?

    1. Hans76 sagt

      Ja, die Insolvenzwelle betrifft nicht nur Deutschland. Auch in anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der Firmenpleiten seit Monaten an. Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen haben weltweit Auswirkungen auf Unternehmen.

  2. AnnaMüller sagt

    Die steigende Insolvenzwelle ist alarmierend. Es scheint, dass die Situation für Unternehmen in Deutschland immer schwieriger wird. Hoffentlich gibt es bald Lösungen, um Arbeitsplätze zu retten und die Wirtschaft zu stabilisieren.

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