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Talkshows mit der Qual der Wahl: Parteien zwischen allen Stühlen

Talkshows mit der Qual der Wahl: Parteien zwischen allen Stühlen

© imago/Sven Simon

Talkshows mit der Qual der Wahl: Parteien zwischen allen Stühlen

Jetzt auch noch das Bündnis Sahra Wagenknecht: Links und Rechts sind Politiker, die gehört werden wollen. Na, das kann ja was werden. Tatsächlich. Man muss ich doch abgrenzen können.

Eine Kolumne von

In den Fernseh-Talkshows mit den Parteien werden bald die Stühle knapp. Es werden immer mehr, die in die öffentlichkeitswirksamen Debatten einbezogen werden wollen. Auch sollen?

Klar ist: Die Union, mit mehr als 30 Prozent in Umfragen die gegenwärtig stärkste Partei, gefolgt von der Kanzlerpartei SPD, sind gesetzt, die Grünen ebenso. Die FDP als eine Etablierte im Parlament gehört dazu. Dass sie – wie aktuell – an den fünf Prozent entlangschrammt, tut da nichts zur Sache.

Und was ist mit der größten Oppositionspartei, der AfD? Die Rechtsaußen, mancherorts gesichert rechtsextrem, wer will die schon. Aber geht das so einfach, dass ihre 15 Prozent außen vor bleiben?

Jetzt kommt auch noch das BSW auf, das Bündnis Sahra Wagenknecht. Was das ist, weiß man noch nicht so recht. Links, rechts? Es gibt Leute, die sagen: Linksaußen.

Womit ein Teil der Malaise der Linken beschrieben ist. Denn die Linkspartei will auch noch gesehen werden. Das Ganze wird zunehmend herausfordernd.

Linke Bewegung oder Linkspartei?

Ob der Linkspartei hilft, sich mehr als linke Bewegung denn als Partei darzustellen, wie es die Vorsitzenden mit Aktivisten wie Carola Rackete versuchen? Ihre drei Prozent sprechen aktuell eher nicht dafür.

Seit Abspaltung des BSW ist es für die Linke so hart wie nie, mit Inhalten durchzudringen. Aufs Linke gesehen ist damit hier aber auch die SPD gemeint. Wenn Sahra Wagenknecht 14 Euro Mindestlohn fordert, klingt Olaf Scholz wie ein Nachhall. Und der ist immerhin der Kanzler.

Dafür sind – neben News-Seiten und Zeitungen – doch auch Talkshows gut: um sich abzugrenzen. Flüchtlinge, Klima, Krieg – Differenzierung würde helfen.

Zumal im Osten der Republik. Die AfD würde dort von doppelt so vielen Wahlberechtigten wie im Westen gewählt, BSW und Linke sogar von viermal so vielen. Und mehr als zwei Drittel im Osten würden eine der radikalen Parteien am rechten und linken Rand wählen.

Was dafür spricht, sie zusammenzusetzen – manche an den Rand –, um sich auseinanderzusetzen. Wer Unsinn redet, kommt dann halt zwischen alle Stühle.

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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