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„Kein Frieden um jeden Preis – Scholz betont zum 300. Geburtstag von Kant die Wichtigkeit von langfristigen Konfliktlösungen“

„Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner“: Scholz betont zum 300. Geburtstag von Kant Bedeutung von nachhaltigen Konfliktlösungen

© dpa/Sebastian Gollnow

„Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner“: Scholz betont zum 300. Geburtstag von Kant Bedeutung von nachhaltigen Konfliktlösungen

Zum 300. Geburtstag des großen Denkers hält Kanzler Olaf Scholz eine Rede. Dabei erklärt er auch seine Sicht auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die Voraussetzungen für Frieden.

Bundeskanzler Olaf Scholz setzt mit Blick auf aktuelle Kriege und Konflikte auf Friedenslösungen mit Perspektive. „Wir alle wünschen uns Frieden für unsere Zeit. Aber ein Frieden um jeden Preis – das wäre gar keiner“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin unter Hinweis auf den Philosophen Immanuel Kant (1724-1804). Scholz hielt eine Festrede zum 300. Geburtstag des großen Denkers.

„Für Kant ist klar: Wer angegriffen wird, der darf sich verteidigen“, sagte der Kanzler unter Hinweis auf den Kant-Text „Zum ewigen Frieden“. „Und der soll auch nicht gezwungen sein, sich auf einen Friedensvertrag einzulassen, den der Aggressor mit dem „bösen Willen“ abschließt, den Krieg bei „erster günstiger Gelegenheit“ wieder aufzunehmen.“

Ein solcher Friedensschluss, schreibe Kant, wäre ja ein bloßer Waffenstillstand, Aufschub der Feindseligkeiten, nicht Friede, der das Ende aller Feindseligkeiten bedeute. „Ich meine: Diese Warnung Kants sollten wir bedenken, wenn wir nach Auswegen suchen aus den Kriegen unserer Zeit“, sagte Scholz.

Ein Waffenstillstand sei erstrebenswert, „wenn er die Aussicht bietet, dass damit der Weg zu einem dauerhaften und gerechten Frieden eingeschlagen werden kann“. Wo nichts Besseres ausgehandelt werden könnte als ein zeitweiliger Aufschub der Feindseligkeiten, wäre dieses Ergebnis schon Auftakt zum nächsten Krieg. „Und wo die Rechte des Einzelnen nichts gelten, wo Unterdrückung herrscht und Willkür – auch dort kehrt kein dauerhafter Friede ein“, so Scholz.

Scholz bekräftigte die Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen Russland, „humanitär, finanziell und auch mit Waffen. Ich halte das nicht nur politisch und strategisch für erforderlich, ich halte das auch friedensethisch für geboten“, sagte Scholz. Die Verteidigung der eigenen Existenz gegen einen Aggressor schaffe erst die Voraussetzung, „dass die Ukraine frei und ohne Zwang über Frieden verhandeln kann und auch Russland zu solchen Verhandlungen bereit ist“. Deshalb unterstütze Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern die angegriffene Ukraine – „so lange, wie das notwendig ist“.

Kant gilt bis heute als wegweisender deutscher Denker und einer der weltweit wichtigsten Philosophen. Seine Gedanken und Schriften über menschlichen Geist und Verantwortung („Kritik der reinen Vernunft“, „Kritik der praktischen Vernunft“) waren bahnbrechend im Zuge der Aufklärung.

Ausrichter der zentralen Feier war die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die auf die vormals Preußische Akademie der Wissenschaften zurückgeht, deren sogenanntes Auswärtiges Mitglied Immanuel Kant seit 1786 im damaligen Königsberg (heute Kaliningrad in Russland) war. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

4 Kommentare
  1. AnnaMorgenstern sagt

    Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner. Es ist wichtig, langfristige Konfliktlösungen anzustreben, wie Kanzler Scholz betont. Kant lehrt uns, dass Verteidigung gerechtfertigt ist und Frieden mehr als nur ein vorübergehender Waffenstillstand sein sollte. Seine Warnungen sollten wir im Hinblick auf die Konflikte unserer Zeit ernst nehmen.

  2. Franziska Müller sagt

    Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner. Wir müssen nachhaltige Konfliktlösungen finden, wie es auch Kanzler Scholz betont hat. Kant hatte recht in seiner Warnung vor oberflächlichen Friedensverträgen, die letztendlich zu weiteren Konflikten führen könnten. Wir sollten seine Lehren ernst nehmen und nach langfristigen Lösungen streben.

  3. Anna_Müller sagt

    Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner. Ich finde es wichtig, dass Scholz die Bedeutung von langfristigen Konfliktlösungen betont, besonders in Zeiten wie diesen. Nur so können wirkliche Friedensperspektiven geschaffen werden.

  4. AnnaMüller sagt

    Ein Frieden um jeden Preis wäre keiner. Wir müssen auf nachhaltige Konfliktlösungen setzen, wie es auch Kant betonte. Es ist wichtig, die Warnung Kants zu beherzigen und nicht einfach oberflächliche Lösungen anzustreben.

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