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Karrieren in der Wissenschaft: Durch Kooperation mehr Dauerstellen schaffen

Karrieren in der Wissenschaft: Durch Kooperation mehr Dauerstellen schaffen

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Karrieren in der Wissenschaft: Durch Kooperation mehr Dauerstellen schaffen

Nachwuchsforschende hoffen auf entfristete Verträge, doch die Einrichtungen können das oft nicht stemmen. Mehr Verbundprojekte, auch über Regionen hinweg, könnten da helfen.

Eine Kolumne von

Am Wissenschaftszentrum Berlin läuft gerade ein stark nachgefragtes Webinar: „Wissenschaft als Arbeitgeberin“. Ein Problem taucht in allen Veranstaltungen auf: die Arbeitsplatzsicherheit von Forschenden zwischen Promotion und Professur.

Den rechtlichen Rahmen bildet das Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Viele kritisieren es als Kern des Übels. Andere sehen Befristungen als unverzichtbar für ein Wissenschaftssystem, das offen bleiben möchte für Themen und Jahrgänge.

In diesem Spannungsfeld entwickeln wissenschaftliche Einrichtungen „Verbandskästen“, die Maßnahmen wie Mentoring, Auslandsaufenthalte oder Schulungen für Führungskompetenzen beinhalten. Alles wichtige „Heftplaster“. Sie mindern Symptome der Unsicherheit, lassen die Ursachen aber außer Acht.

Dies liegt auch daran, dass wir lokal denken, auf die eigene Einrichtung beschränkt. Entfristungen, so meine feste Überzeugung, lassen sich besser in größeren Räumen umsetzen, im Verbund von Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, in der Ausgestaltung gemeinsamer Verträge für den akademischen Mittelbau. Wir könnten gemeinsam entfristen zu den großen Themen unserer Zeit. Auch wenn sich die inhaltlichen Schwerpunkte einer Institution ändern, die Lehre oder die methodische Kompetenz tun es vielleicht nicht. Wir könnten Transdisziplinarität besser ausgestalten und jenen eine Zukunft geben, die sich diese zutrauen.

In diesem Sinne gibt es erste Gespräche zwischen der Berlin University Alliance und dem Verbund außeruniversitärer Einrichtungen, der „BR50“. Die angedachten „Berlin Career Tracks“ sind ein guter Anfang. Aufzunehmen wären weitere Hochschulen, auch private Forschungseinrichtungen. Berlin bietet mega viele Möglichkeiten. Die Fixierung auf das eigene Haus ist nicht mehr zeitgemäß. Raus aus der Box, rein in die Region.

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

2 Kommentare
  1. AnnaMüller sagt

    Als promovierte Wissenschaftlerin stimme ich voll und ganz zu. Durch verstärkte Kooperationen zwischen den Forschungseinrichtungen könnten wir langfristige Stellen schaffen und die Unsicherheit für junge Forschende verringern. Es ist an der Zeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden. Die Zukunft der Wissenschaft liegt in der Zusammenarbeit!

  2. Lena.Müller sagt

    Fragt sich, ob die Einrichtungen wirklich das Potenzial für mehr Dauerstellen durch verstärkte Kooperation sehen und umsetzen können. Wird hier nicht eher auf Symptome reagiert anstatt die Ursachen der Unsicherheit anzugehen?

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