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DB InfraGO: Hammer-Start! Die Deutsche Bahn gibt mal eben 1,7 Mio. Euro aus – so wird gefeiert!

Teurer Start für DB InfraGO: Deutsche Bahn gibt 1,7 Millionen Euro aus, um Reform zu feiern

© imago/Jens Schicke/imago/Jens Schicke

Teurer Start für DB InfraGO: Deutsche Bahn gibt 1,7 Millionen Euro aus, um Reform zu feiern

Den Start seiner neuen Schienennetz-Tochter InfraGO feierte der Staatskonzern offenbar gleich zweimal. Über die Kosten der Festlichkeiten schwieg die Bahn sich lange aus.

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In den Bundesländern sorgte die Deutsche Bahn zuletzt für viel Frust. Denn da die Milliarden für das Schienennetz wegen des Karlsruher Urteils zur Schuldenbremse nicht wie erwartet sprudeln, stoppte der Staatskonzern zuletzt vorläufig viele Neubauprojekte.

Auch in der eigenen Belegschaft dürfte der Planungsstopp für Frust gesorgt haben. Dem Bahnvorstand kam eine Feier in Hamburg deshalb als Stimmungsaufheller wohl sehr gelegen. Mit rund 2000 Gästen feierte der Staatskonzern am 23. Januar in einem Eventlokal die Gründung der neuen fürs Schienennetz zuständigen Bahntochter DB InfraGO. Eingeladen waren DB-Führungskräfte und Mitarbeiter. Auch Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) schaute kurz vorbei.

Zu den Kosten der Party schwieg sich der Konzern allerdings lange aus. Schließlich hatte es einen Tag zuvor bereits in Berlin im Zukunftsmuseum Futurium einen offiziellen Festakt für die InfraGO gegeben. Bahnchef Richard Lutz und Verkehrsminister Wissing drückten dabei den symbolischen Startknopf für die InfraGO. Zu der einen Tag später folgenden „internen Veranstaltung“ wollte sich der Konzern auf Tagesspiegel-Anfrage vor einigen Wochen gar nicht äußern.

Bahn sprach von Kosten auf „marktüblichem Niveau“

Nach einer parlamentarischen Anfrage der Grünen sprach das Bundesverkehrsministerium nur von einem „marktüblichen Niveau“. Die Feier sei vollständig aus Eigenmitteln der Deutschen Bahn AG bezahlt worden.

Nun berichtet der „Spiegel“, dass der Festakt nach dem Festakt in Hamburg 1,4 Millionen Euro gekostet hat, für die Veranstaltung im Futurium gab der Konzern demnach 330.000 Euro aus. Eine Sprecherin der Bahn bestätigte dem Tagesspiegel die Zahlen.

Bei der Bahn spricht man allerdings eher von einem Arbeitstreffen als einer Party. „Ziel der Veranstaltung war es, wie bei Verschmelzungsprozessen üblich, die Beschäftigten und die Führungsebene des neuen Unternehmens zusammenzubringen und die neue Strategie vorzustellen“, hieß es in der Antwort auf die Anfrage der Grünen.

Wie viel die Teambuilding-Maßnahme in Hamburg gekostet hat, wollte der mit 34 Milliarden Euro verschuldete Staatskonzern allerdings lange partout nicht beantworten.

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

4 Kommentare
  1. AnnaMüller sagt

    Werden die Kosten für die Party letztendlich von den Fahrgästen getragen?

    1. MaxSchulz sagt

      Die Kosten für die Party werden letztendlich wahrscheinlich von den Fahrgästen getragen, da die Deutsche Bahn in der Regel ihre Ausgaben auf die Ticketpreise umlegt. Es ist anzunehmen, dass die Feierlichkeiten Teil der allgemeinen Betriebskosten sind, die sich auf die Fahrgäste auswirken.

  2. AnnaMüller sagt

    Ich finde es bedenklich, dass die Deutsche Bahn so viel Geld für eine Feier ausgibt, während gleichzeitig wichtige Neubauprojekte gestoppt werden. Es scheint, als ob die Prioritäten hier nicht richtig gesetzt werden.

  3. AnnaMüller sagt

    Was bezweckt die Deutsche Bahn mit diesen Feierlichkeiten und den hohen Kosten? Gibt es konkrete Vorteile für die Kunden?

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